Die fünf Grundprinzipien


In fünf Kernprinzipien wird die theoretische Grundlage der sozio-ökonomischen Theorie PROUT („Theorie der progressiven Nutzung“) beschrieben. Von dieser abstrakten Ebene aus lassen sich elementare gesellschaftliche Werte wie soziale Gerechtigkeit oder Nachhaltigkeit ableiten. In ihrer logischen Abfolge bauen die Prinzipien aufeinander auf. In ihrer Abstraktheit liegt ihre universale Gültigkeit. Zum besseren Verständnis sollen hier zunächst einige zentrale Begrifflichkeiten kurz vorgestellt werden.

Ressourcennutzung auf drei Existenzebenen

Die einer Gesellschaft zur Verfügung stehenden Resourcen (Nutzungspotential) werden in drei miteinander verbundene Ebenen oder Sphären eingeteilt.

Mensch/Individuum Welt/Kosmos
Physische Ebene Körper, Gesundheit, Leistungfähigkeit Materie, Rohstoffe, Energie
Geistige Ebene Psyche, Intellekt, Emotion Naturgesetze, Wissenschaft, Theorien, Methoden/Fertigkeiten
Kausale Ebene Bewusstsein, Seele, Intuition Subatomare Dimension

In den fünf Grundprinzipien von PROUT dreht sich also alles um die Nutzung von Ressourcen. Das Ziel: alle Lebewesen sollen die Chance auf ein glückliches Leben in einem gesunden Körper, in Würde und mit allen Aussichten auf die bestmögliche Entwicklung haben.

Evolution hat eine Richtung

Evolution folgt einem Muster: sie bringt immer komplexere Lebensformen hervor. Ihr komplexestes Produkt auf dem Planeten Erde bisher: das menschliche Gehirn mit seinen Milliarden von Zellen und Verbindungen. Die Evolution des Lebens begann mit primitiven Funktionen zur Stoffwechselregulierung; sie findet ihren vorläufigen Höhepunkt in den großen kulturellen Leistungen des homo sapiens. Evolution ist die Entwicklung von Geist und Bewusstsein. Dieses Evolutionsprinzip soll in den gesellschaftlichen Maximen seinen Ausdruck finden.

Evolution endet nicht (5. Prinzip)

Gesellschaftliche Entwicklung ist Teil des großen evolutionären Prozesses, der nach menschlichem Ermessen nie an irgendeinem Schlusspunkt ankommen wird. PROUT erschöpft sich also nicht darin, Lösungen etwa für die aktuellen Probleme des Kapitalismus zu liefern. Ebensowenig wird eine Art paradiesischer Endzustand in Aussicht gestellt, wie dies bspw. im marxistischen Gesellschaftsmodell impliziert wird. Nur Träumer hoffen auf eine Welt, in der „alle Probleme dauerhaft gelöst“ sind. Nein, Evolution bedeutet Veränderung, die niemals stillsteht. Die gesellschaftlichen Bedingungen müssen sich diesem Prinzip anpassen.

Umfassender Fortschritt

Die einseitige Fokussierung des heutigen Fortschrittsdenkens auf neue Technologien ist eine armselige, am Ende katastrophale Sackgasse für die Menschheit. PROUT ist alles andere als technologiefeindlich, doch technologischer Fortschritt muss eingebunden sein in eine viel umfassendere Evolutionsphilosophie.