Prinzip 2: Nutzung und Verteilung

„Die grobstofflichen, feinstofflichen und kausalen Potentiale des Universums sollen in vollem Umfang genutzt und rational verteilt werden.“

samana_ethik

Jedes Werkzeug, jede Technologie, jede Theorie oder Methode, die Nützliches bewirken kann, sollte zum Wohl von Mensch und Natur eingesetzt werden. Um welche Ressourcen geht es?

  • Physisches (grobstoffliches) Potential: Rohstoffe; natürliche Ressourcen wie Wasser, Boden, Wind und Sonne; Maschinen
  • Geistiges (feinstoffliches) Potential: intellektuelles Wissen und von Menschen entwickelte Fähigkeiten und Fertigkeiten; wissenschaftliche Theorien und Gesetze, handwerkliches, ärztliches oder musikalisches Können
  • Kausales Potential: [noch auszuführen]

Ressourcennutzung

Wissenschaftlich-technischer Fortschritt ist prinzipiell gut und sinnvoll, erst fahrlässige Nutzung oder Missbrauch machen ihn gefährlich. Das zweite Prinzip ist eine grundsätzliche Bejahung wissenschaftlicher Forschung und Entwicklung.
Prinzip ist eine Absage an Ressourcenverschwendung, die sich das heutige System in großem Ausmass leistet. Maximale Nutzung bedeutet einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen so wie verstärktes Recycling .

Verteilung: eine Frage der Vernunft

Völlige Besitzgleichheit anzustreben wäre ein unsinniges, gefährliches Unterfangen, denn Menschen haben ein starkes Bedürfnis nach Besitz und Komfort, das als Leistungsanreiz – neben anderen Anreizen – nicht ignoriert werden darf. Eine egalitäre Gesellschaft, in der alle gleich viel besitzen – egal, was sie leisten oder nicht leisten – wird immer unter ihren Möglichkeiten bleiben.

Die Verteilung soll also „vernünftig“ sein, und das Kriterium dafür ist gesellschaftlich nützliche Leistung. Einkommensunterschiede sind also bis zu einem Punkt sinnvoll, an dem sie die Leistungsbereitschaft der Menschen erhöhen, benötigte Waren und Dienstleistungen vermehrt zu produzieren.
Die heutigen Einkommensunterschiede sind absurd hoch und als Leistungsanreiz nicht zu rechtfertigen (bspw. Erbschaften oder Kapitalerträge/Spekulationsgeschäfte). Leistungslose Besitzmehrung wirkt im Gegenteil leistungsmindernd und fördert die soziale Dekadenz.

Dabei muss Entlohnung nicht immer nur in Geldwerten erfolgen. Ökonomisch vernünftig wäre auch eine verstärkte Auszahlung in nützlichen Sachleistungen.

Das PROUTsche Verteilungsmodell sieht vor:

    1. Sicherung der Grundbedürfnisse für alle Menschen
    2. Rationale (leistungsfördernde) Verteilung der Überschüsse
    3. Dynamische Anpassung dessen, was als Grundbedürfnis und als Leistungsbonus definiert ist
    4. Senkung der Einkommensdifferenzen