Individuum und Gesellschaft

Das größte Wunderding ist doch der Mensch allein:
Er kann, nachdem er’s macht, Gott oder Teufel sein.
Angelus Silesius (1624 – 1677)

man & temptation

Was wollen Menschen, was sind ihre Bedürfnisse, welches ihre Potentiale? Überwiegt Egoismus oder Verantwortung? Fleiß oder Faulheit? Was ist der stärkere Leistungsanreiz: Konkurrenz oder Teamgeist? Wie steht es um die Lern- und Entwicklungsfähigkeit? Welche gesellschaftlichen Bedingungen fördern Entwicklung und Zusammenleben? Was macht uns glücklich? Worin bestehen Gemeinsamkeiten, wo liegen die Unterschiede?

Jeder ernst zu nehmende Gesellschaftsentwurf muss sich auch mit solchen Fragen befassen. Denn jede Reform steht und fällt mit den Menschen, die sie betrifft. Die Geschichte ist voller Beispiele, wie neue soziale Systeme entweder nur mit brutaler Gewalt durchgesetzt werden konnten oder schlicht an den kulturellen Eigenheiten und Traditionen der Bevölkerung aufgrund völliger psychologischer Fehleinschätzung scheiterten.

Der Mensch und seine Entfaltung sollte immer im Mittelpunkt ökonomischer Betrachtungen stehen. Wirtschaft diene den Menschen – allen Menschen – und nicht umgekehrt! Sie darf nicht als isoliertes System mit eigenen Gesetzmäßigkeiten verstanden werden.

Menschen wiederum sind eingebettet in einen evolutionären kosmischen Kontext, den sie verstehen und dem entsprechend sie sich verhalten. Und in dem sie auch allen anderen Lebewesen den ihnen gebührenden Lebensraum auf diesem faszinierenden Planeten zugestehen sollten.